TeX_Eybler_Graduale_DomineDeus_HV42_Include_KritBericht.itex 7.55 KB
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\chapter*{Quellen und Lesarten}
\addcontentsline{toc}{section}{Quellen und Lesarten}

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\begin{multicols}{2}
\subsection*{Quellen:}
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\begin{thebibliography}{AA}
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\bibitem[A]{TH5741}
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Originalausgabe (Partitur), Wien, Tobias Haslinger, T.H.5741, 16 S., Reihe Musica Sacra, erschienen 1832. 
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\newblock Titel: 
{\em
GRADUALE \textbar{}
von \textbar{} 
Joseph Eybler \textbar{} 
k.k. erstem Hofcapellmeister. \textbar{} 
\textnumero {\em[kein Eintrag]} \wavyline{} \textnumero VII {\em[handschriftlich]} \wavyline{} Preis f 1.15 {\em[handschriftlich]} C.M.\textbar {\em[Zeichen für Reichstaler]} 20 {\em[handschriftlich]} gr. \textbar{} 
Partitur \textbar{} 
WIEN, BEI TOBIAS HASLINGER, \textbar{} 
Musikverleger, \textbar{} 
am Graben \textnumero 572 im Hause der ersten oesterr. Sparkasse. \textbar{}
23
Warsow Scrips. Pfoehl sculps.
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}
\newblock Benutzte Exemplare: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, 
Signatur: HK.2154 Mus;
Signatur: SA.87.C.105 Mus 32
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\bibitem[B]{HS1}
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Handschriftlicher Stimmensatz im Besitz der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (Signatur: HK.2509 Mus); Sämtliches Material ist aufbewahrt zwischen zwei hellblauen Pappdeckeln: 
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{\em
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\textnumero 25. \textbar{}
Graduale in C \textbar{}
de Tempore \textbar{}
a \textbar{}
4 Voci, \textbar{}
2 Violini, \textbar{}
Viola, \textbar{}
2 Oboi, \textbar{}
2 Tromboni, \textbar{}
Fagotti \textbar{}
Clarini e Tympani \textbar{}
con \textbar{}
Organo e Violone. \textbar{}
Del Sig\textsuperscript{re}. Giuseppe Eybler, M.d.C.di Corte I.R. \textbar{}
Partes 3q
}
Aufführungsdaten auf der Innenseite des Umschlags:\\
{\em
\underline{Product.} % \textbar{}
\begin{tabbing}
1826 \=-- \=2. Febr.  \hspace{0.5cm}\=\underline {Grad}\hspace{3mm}\= \\ % <== Donnerstag!!!
\textquotestraightdblbase \> -- \>18. Octobr. \>\textquotestraightdblbase \>\underline{in domo Invalid.} \\
1828 \> -- \> 12. Octobr. \> \textquotestraightdblbase \\
1832 \> -- \> 18. Martii \> \textquotestraightdblbase \\
\textquotestraightdblbase \> -- \> 9. Aug.\> \underline{Offert.} \>\underline{in Baaden.}\\
1834\> --\> 4. Januarii\>\underline{Grad.}\\
1841\> --\> 25. Julii \>\textquotestraightdblbase\\
1844\> --\> 21. Aprili \>\textquotestraightdblbase\\
1848\> --\> 6. August \>\textquotestraightdblbase\\
1852\> --\> 9. Maji\>\textquotestraightdblbase\\
1871\> --\> 19. März {\em[Eintrag mit Bleistift]}
\end{tabbing}
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}
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Vollständiger Stimmensatz, geschrieben von zwei verschiedenen Händen. Alle Stimmen sind mit dem Stempel \q{K.k.Hofmusikkapellen=\textbar{}Archiv} versehen und links oben betitelt mit \q{Jos. Eybler \textbar{} Grad. \textnumero 25.}, in der ersten Notenzeile zentriert mit der Instrumentenbezeichnung und rechts mit der laufenden Nummer innerhalb des jeweiligen Instruments. Am Beginn des ersten mit Noten versehenen Systems steht der Titel \q{Domine Deus}. Die Bläser- und Paukenstimmen sind jeweils mit einer eigenen Titelseite versehen.
Jede Seite ist durch den Schreiber signiert, am Ende jeder Stimme findet sich \q{comp: 826} bzw. \q{comp. 1826} bzw. \q{compos. 1826}.
Auf zahlreichen Vokalstimmen ist mit Bleistift \q{3 1/2 m} als Zeitdauer eingetragen.
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1. Hand: S \textnumero 1-5; A \textnumero 1-5; T \textnumero 1-2; B \textnumero 1-2; Vl.1 \textnumero 1; Vl.2 \textnumero 1; Va; Vlne \textnumero 1,2; Ob.1; Ob.2; Fg. (beide Fagotti auf einer Akkolade mit zwei Systemen notiert); Clno.1 in C; Clno.2 in C; Trb.1; Trb.2; Tim.; Org.; M.D.C.;

2. Hand: T \textnumero 3-5; B \textnumero 3-5; Vl.1 \textnumero 2,3; Vl.2 \textnumero 2,3; 

% \newblock W:Hbk VIII/90c
Aus den oben zitierten Aufführungsdaten und den Tatsachen, dass die Stimmen aus dem Hofmusikkapellenarchiv stammen und Eybler zu dieser Zeit die Position des Hofkapellmeister innehatte, kann wohl geschlossen werden, dass dieser Stimmensatz von Eybler selbst benutzt wurde und daher entsprechende Authorität im Quellenvergleich erhält. Die in dieser Handschrift enthaltene, aber im Druck \cite{TH5741} bei Haslinger nicht berücksichtigten Posaunen (Trombone 1 im Alt-Schlüssel, Trombone 2 im Tenor-Schlüssel) sind in der vorliegenden Ausgabe optional enthalten.
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\end{thebibliography}


Da die Österreichische Nationalbibliothek nur zwei gedruckte Partituren (Verlagsnummer T.H. 5741), jedoch keinen zugehörigen Stimmensatz (Verlagsnummer T.H. 5744) besitzt, dient die Partitur \cite{TH5741} der (zu Lebzeiten Eyblers gedruckten und von ihm autorisierten) Originalausgabe als alleinige Primärquelle. Die Handschrift \cite{HS1} dient als Sekundärquelle.

DISKUSSION DER QUELLEN
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\subsubsection*{Allgemeine Bemerkungen}


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\item Die Setzung von Akzidentien in verschiedenen Oktaven ist an vielen Stellen der Partitur T.H. 5741 inkonsistent: Teilweise bezieht sich ein Versetzungszeichen auch auf andere Oktaven und wird in diesen nicht neu notiert (z.B. 9 V1 letzte Achtel; 16 VcB dritter Schlag; 40 V1 dritte Achtel; 52, 55 und 73 Va, sowie 90 V1 jeweils letzte Achtel), teilweise wird das Versetzungszeichen auf Noten in anderen Oktaven neu gesetzt (z.B. 3, 39 VcB; 60 VcB Auflösungszeichen auf H sowie Kreuz auf cis). In dieser Ausgabe beziehen sich Versetzungszeichen nur jeweils auf die angegebene Oktave, in anderen Oktaven wird das Versetzungszeichen explizit nochmals gesetzt. Ebenso fehlen teilweise in der Partitur Auflösungszeichen im folgenden Takt (z.B. Takt 3 V2) oder wirken aus dem vorigen Takt ohne nochmalige Notation weiter (z.B. Takt 88 Ob1).
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\item Der handschriftliche Stimmensatz \cite{HS1} weicht in manchen Bogensetzungen leicht von der gedruckten Partitur \cite{TH5741} ab. Konkret beginnt der Bogen in den Takten 1, 12, 16, 17, 60 und 62 großteils erst nach der gebundenen Note auf der folgenden 32-tel (in manchen Instrumentalstimmen jedoch bereits mit der gebundenen Sechzehntelnote). Die Bogensetzung der Partitur wird in der vorliegenden Ausgabe konsistent übernommen (wie auch z.B. in Vl.1 im Stimmensatz).
Weiters sind in den Stimmen \cite{HS1} einige der Bögen über Vierergruppen (tw. mit Triller auf der ersten Achtelnote) in manchen Stimmen (relativ undeutlich) erst ab der zweiten Achtelnote gesetzt, z.B. in Takt 53, 56, 69, 84, 100, etc. Auch hier setzt die vorliegende Ausgabe die Bögen konsistent ab der ersten Note.
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TODO
\end{enumerate}


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\subsubsection*{Einzelbemerkungen}

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\subsubsection*{Domine Deus}

\begin{vergleich}
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5 V2: Die Bogensetzung (ein Bogen über gesamten Takt) ist im Vergleich zu V1 und Va inkonsistent. Angesichts des Laufes in V1 und Va übernimmt diese Ausgabe jedoch diese Bogensetzung.

19 V1/V2: f bereits auf der ersten punktierten Achtel, in VcB und Va jedoch erst auf die folgende Note. Angesichts des Phrasenendes und dem Einsatz der Holzbläser in f auf dem zweiten Schlag korrigiert die vorliegende Ausgabe das f auf die Sechzehntelnote.

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23, 36, 84 Vl.2: Die in der Partitur über den ganzen Takt laufenden Bögen sind in \cite{HS1} aufgrund eines Zeilenumbruchs zweigeteilt (in Vl.1 jedoch über den gesamten Takt).

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26 S: Melisma-Bogen hinzugefügt.
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27/28 VcB: Der Bogen der Triole (kein Legatobogen!) ist undeutlich in der Partitur bis zur Viertelnote gezogen. Entfernt in der vorliegenden Ausgabe.

48 Ob2: p ergänzt nach Fag2

75ff Va: In der Partitur \q{Col B}, korrekterweise ist natürlich \q{Col B in 8\textsuperscript{va}} gemeint.

78 Ob1: Bogensetzung an Ob2, Fag1 und Fag2 angepasst (in Partitur über gesamten Takt).

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88 Ob1: b fehlt in Partitur (wirkt aus vorigem Takt weiter).

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93 Fag1/V1: In Partitur nur \q{dol.}, p ergänzt nach V2/Va/VcB.

97 Streicher: \q{perd.} undeutlich zwischen zweitem und dritten Schlag, in der vorliegenden Ausgabe vereinheitlicht auf zweiten Schlag.


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TODO
\end{vergleich}



\end{multicols}