TeX_Eybler_OmnesDeSabaVenient_HV40_Include_KritBericht.itex 22.4 KB
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\footnotesize
\chapter*{Quellen und Lesarten}
\addcontentsline{toc}{section}{Quellen und Lesarten}

\begin{multicols}{2}
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Reinhold Kainhofer committed
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\subsection*{Quellen:}

8
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\subsubsection*{Handschriftliche Quellen}

\begin{thebibliography}{A}
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11

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\bibitem[A]{Aut}
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Eybler, Joseph: {\em Graduale de Epiphania Domini}, Autograph, A-Wn, Mus.Hs.16437 Mus.
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21
Autographe Partitur im Besitz der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien.
16 Seiten als querformatige Broschüre. Titel auf der ersten Seite über dem 
System: \q{Graduale de Epiphania Domini.}, links oben mit Bleistift \q{Eybler}. 
Eine Akkolade mit 12 Notenzeilen pro Seite. Anordnung der Instrumente: 
Clarini C / Tympani C.G. (auf einem System, Tympani mit Hals nach unten), 
Corni C, Oboi, Fagotti, V.1\textsuperscript{mo}, V.2\textsuperscript{do}, 
Viole, Soprano, Alto, Tenore, Basso, Organo con Bassi.
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25

Signatur am Ende des Autographs (S.15): \q{da me Giuseppe Eybler mpia. 807.}

\bibitem[B]{HS1}
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Eybler, Joseph: {\em Graduale in C in Epiphania Domini /:Omnes de Saba venient:/}, Handschriftlicher Stimmensatz, A-Whk, HK.2504 Mus.

(Unvollständiger) Stimmensatz des Hofmusikkapellenarchivs im Besitz der 
Musiksammlung der ÖNB.
Sämtliches Material aufbewahrt zwischen zwei Pappdeckeln: 
31
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34
\begin{sourcetitle}
\textnumero 10\sbreak
Graduale In C.\sbreak
In Epiphania Domini\sbreak
35
/:Omnes de Saba venient:/\sbreak
36
a\sbreak
37
2 Soprani. 2 Alti. Tenore. Basso.\sbreak
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41
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43
2 Violini. Viole. 2 Oboe, 2 Corni,\sbreak
\sout{2 Tromboni.} 2 Clarini. Timpani\sbreak
Fagotti. Violoncello, e Violone.\sbreak
Organo. M.D.C.\textsuperscript{lla}\sbreak
Parti \xout{39.}42.\sbreak
Del Sig. Giuseppe Eÿbler\sbreak
44
45
46
Vice Maestro di Cappella\sbreak
della Corte Imperiale
\end{sourcetitle}
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75 Aufführungsdaten auf der Innenseite des Umschlags: Erster Eintrag \q{1821 -- 
6. Jan: Grad}, letzter Eintrag \q{1922 -- 6. Jänner}, jeweils Aufführung am 6. 
Jänner (Dreikönig), außer 1. Februar 1893.

Alle Stimmen sind mit dem Stempel \q{K.k.Hof\-musik\-ka\-pel\-len=\textbar{}Archiv} versehen und 
bis auf die Vokalstimmen auf eigenem Titelblatt betitelt mit:
{\em %\begin{sourcetitle}
Eÿbler \textbar{} %\sbreak
Graduale \textbar{} %\sbreak
\textnumero 10. \textbar{} %\sbreak
/:Omnes de Saba venient:/ \textbar{} %\sbreak
{\em[Instrumentenbezeichnung]} \textbar{} %\sbreak
59
{\em[evt. Nummerierung]}
60
61
% \end{sourcetitle}
}
62
63

\begin{itemize}
64
65
\item[1. Hd.] 1 A, 5 T, 5 B, 3 Vl.1, 3 Vl.2, 1 Va, 2 Vlc+Vlne, 1 Ob.1, 1 Ob.2, 
1 Fag.1+2, 1 Clno.1, 1 Clno.2, 1 Trb.1, 1 Tim., 1 Org, 1 MDC.
66

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69
\item[2. Hd.] Schreiber: Perschl\footnote{lt. Katalog der ÖNB; selber Schreiber 
wie des Großteils des Bestandes des ehem. Hofmusikkapellen-Archivs.}; 
1 Vlc+Vlne, 1 Cor.1,1 Cor.2.
70

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73
\item[3. Hd.] Particell, 1832, Schreiber: Frühwald, 6 fol. Enthält ein 
Particell (S, A, T, Org mit Chorbass tw. als Stichnoten) des \q{Omnes de 
Saba venient} HV40 und de \q{Reges Tharsis} HV 107.
74
75
\end{itemize}

76
Alte Signatur des Hofmusikarchivs als Fußnote im Katalog der ÖNB: \q{W:Hbk VIII/85a}
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Aus den oben zitierten Aufführungsdaten und den Tatsachen, dass die Stimmen aus 
dem Hofmusikkapellenarchiv stammen und Eybler zu dieser Zeit die Position des 
Vize- und später des Hofkapellmeister innehatte, kann wohl geschlossen werden, 
dass dieser Stimmensatz von Eybler selbst benutzt wurde und daher entsprechende 
Autorität im Quellenvergleich erhält.
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Das erst relativ spät entstandene Particell weist tw. eine deutlich andere 
Bassbezifferung (bzw. andere tasto solo Passagen) auf und setzt auch konsequent 
Bögen über je zwei gebundene Achtelnoten und sonstige Melismabögen in den Vokalstimmen. 

\end{thebibliography}

\subsubsection*{Gedruckte Quellen}

\begin{thebibliography}{A}
93
94

\bibitem[C]{TH5046}
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97
Eybler, Joseph: {\em Graduale \textnumero 3}, Partitur, Wien: Tobias Haslinger 1827, T.H. 5046.

Originalausgabe (Partitur), 18 S., Reihe Musica Sacra, erschienen 1827.
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114
\newblock Titel: 
\begin{sourcetitle}
GRADUALE\sbreak
von\sbreak
Joseph Eybler\sbreak
k.k. erstem Hofcapellmeister.\sbreak
No.5046 --- \textnumero III --- Preis \preisfrac{f 1.15 C.M.}{{\em[Rthl.]} 20 gr.}\sbreak
Partitur\sbreak
WIEN, BEI TOBIAS HASLINGER,\sbreak
Musikverleger,\sbreak
am Graben \textnumero 572 im Hause der ersten oesterr. Sparkasse.\sbreak
Warsow Scrips. Pfoehl sculps.
\end{sourcetitle}
\newblock Benutzte Exemplare: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Signatur: SA.82.A.22 13,3 Mus 21; Signatur: HK.2144 Mus; Signatur: HK.2494 Mus


\bibitem[D]{TH5049}
115
116
117
Eybler, Joseph: {\em Graduale \textnumero 3}, Stimmen, Wien: Tobias Haslinger 1827, T.H. 5049.

Originalausgabe (Stimmen), Reihe Musica Sacra, erschienen 1827.
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\newblock Titel: 
\begin{sourcetitle}
Graduale\sbreak
(Omnes de Saba venient)\sbreak
für Sopran-Solo,\sbreak
4 Singstimmen, 2 Violinen, Viola,\sbreak
2 Hoboen, 2 Fagotte, 2 Hörner,\sbreak
2 Trompeten, Pauken,\sbreak
Contrabass und Orgel\sbreak
von\sbreak
JOS. EYBLER,\sbreak
k.k. erstem Hofkapellmeister.\sbreak
\textnumero 3.\sbreak
\textnumero 5049 --- Eigenthum des Verlegers. --- Preis \preisfrac{f\,1.30\,x\,C.M.}{{\em[Rthl.]} 1\_}\sbreak
Wien, bey Tobias Haslinger,\sbreak
Musikverleger,\sbreak
im Hause der ersten oesterr. Sparkasse,\sbreak
am Graben \textnumero 572.
\end{sourcetitle}
\newblock Benutzte Exemplare: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, 
Signatur: F5.Mödling.201 Mus;
Signatur: MS10019-4° Mus

141
142
143
\end{thebibliography}

\subsubsection*{Weitere Quellen}
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\begin{thebibliography}{E}
\bibitem[E]{HS2}
147
148
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150
Handschriftliche Stimmensatz aus Altmünster, Musiksammlung der Österreichischen
Nationalbibliothek, Wien. Signatur: F37.Altmünster.35 Mus

17 Stimmen: S.-Solo, gem. Ch., 2 Vl., Va., 2 Klar., 2 Hr., 2 Trp., Pke., Kb., Org.
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Dieser Stimmensatz enthält die Ob.2-Stimme fälschlich als 
Clarinetto~2\textsuperscript{do} bezeichnet. Außerdem befindet sich im Stimmensatz
der Entwurf einer ausgesetzten Orgelstimme der ersten 78 Takte, in dem zahlreiche
Takte leer bzw. mit der Haupt- oder Bassstimme notiert sind.

\bibitem[F]{HS3}
Gedruckter Stimmensatz (Tobias Haslinger 5049) mit 6 handschriftlichen Einzelstimmen, aus der Sammlung 
J. Winkler, Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien. 
Signatur: Signatur: MS10019-4° Mus.

Hs. Stimmen: Sopr. ripieno, Ten., Bass, Vl. I, II, Trombone Basso.
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164
165

\end{thebibliography}

166
\subsection*{Quellendiskussion}
167
Als Primärquelle dient hauptsächlich die autographe Partitur \cite{Aut} Eyblers, 
168
sowie der Stimmensatz (ohne Sopranstimmen!) des Hofmusikkapellenarchivs \cite{HS1}, beide aktuell 
169
im Besitz der Musiksammlung der ÖNB\footnote{Als das einzige Graduale, von dem die ÖNB und nicht das 
170
171
Schottenstift die autographe Partitur besitzt.}, sowie der von Eybler selbst 
korrigierte Druck \cite{TH5046,TH5049} bei Tobias Haslinger im Jahr 1827.
172
173
Die beiden Handschriften (abgesehen vom erst spät entstandenen Particell in 
\cite{HS1}) werden als ältere und authentischere Quellen angesehen, 
174
175
176
vor allem die autographe Partitur Eyblers ist in vielen Belangen konsistenter
als die späteren Drucke und der nicht-autographe Stimmensatz \cite{HS1}, der 
jedoch von Eybler in der Hofkapelle benutzt wurde.
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Etwaige Unterschiede im Druck bei Haslinger mit den handschriftlichen Quellen 
\cite{Aut,HS1} sind teilweise allerdings 
als Korrektur oder Überarbeitung Eyblers anzusehen und entsprechend zu würdigen.
181

182
\subsection*{Allgemeine Bemerkungen}
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Diese Ausgabe versucht das Stück so nahe wie möglich an die Intentionen Eyblers
zurückzuführen, an manchen Stellen unterscheidet sich jedoch die moderne
Notationspraxis von der Notation Eyblers. Konkret wurden (strichliert 
gekennzeichnete) Melismabögen in allen Vokalstimmen ergänzt, wenn eine Silbe 
auf mehrere Noten zu singen ist. Ergänzte Dynamikangaben und sonstige 
Ergänzungen (abgesehen von Warnakzidenzien) des Herausgebers sind
in Klammern gesetzt, sofern sie sich nicht auch in mindestens einer der von 
Eybler geschriebenen, benutzten oder korrigierten Ausgaben 
\cite{Aut,HS1,TH5046,TH5049} finden.


195
\begin{enumerate}
196
\item Akzidenzien (sowohl Versetzungs- als auch Auf\-lö\-sungs\-zei\-chen) wurden im 
197
198
199
allgemeinen nicht aus \cite{TH5046} oder \cite{TH5049} in die vorliegende 
Ausgabe übernommen, welche nur notwendige Akzidenzien setzt sowie 
Auflösungszeichen im folgenden Takt (nicht jedoch in späteren Takten). 
200
Von Eybler im Autograph \cite{Aut} benutzte Warnakzidenzien werden hingegen 
201
schon übernommen.
202

203
\item Teilweise sind im Autograph \cite{Aut} und den hs. Stimmen \cite{HS1} Akzidenzien (auch nach moderner 
204
205
Praxis notwendige) nicht gesetzt, wenn das Versetzungszeichen im selben Takt 
in derselben Stimme bereits in einer anderen Oktave gesetzt wurde oder der 
206
vorhergehende Takt mit derselben versetzten Note endet wie der folgende Takt 
207
208
209
210
211
beginnt. Diese Akzidenzien werden in der vorliegenden Ausgabe konsistent 
ergänzt an folgenden Stellen: 21 VcB/Org, 25 VcB/Org (in \cite{Aut} vorhanden), 
49 V1/V2, 52 T/Fag2, 63 V1/V2, 65 VcB/Org, 68 V1/V2, 88 T.

\item Bei Stellen, an denen ein Instrument colla-parte mit einer Vokalstimme 
212
geführt wird, werden Melisma-Bögen aus der Vokalstimme (sofern sie in der 
213
214
215
Stimme \cite{HS1,TH5049} oder Partitur \cite{Aut,TH5046} überhaupt notiert sind, 
bzw. wenn sie in der vorliegenden Ausgabe ergänzt sind) nicht in die 
Instrumentalstimme übernommen.
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222
223

\item In den beiden Partitur \cite{Aut,TH5046} sind zahlreiche 
Instrumentalstimme in colla-parte mit anderen Instrumenten oder Vokalstimmen 
(Vl2 mit Vl1 in 8\textsuperscript{a}, Fag1/Fag2 mit Tenore, Va mit Alto, 
Ob1/Ob2 mit Soprano) mittels Faulenzer nicht explizit notiert. Die vorliegende 
Ausgabe schreibt die entsprechenden Passagen explizit aus.


224
\item Die Handschrift \cite{Aut,HS1} sowie der Druck \cite{TH5046} und \cite{TH5049} 
225
226
227
228
enthalten im Text der Vokalstimmen praktisch keinerlei Interpunktionszeichen. 
Zudem sind die existierenden Punkte und Beistriche in der Partitur und den 
Einzelstimmen unterschiedlich gesetzt. Die vorliegende Ausgabe ergänzt alle 
Beistriche bei Wort- oder Phrasenwiederholungen gemäß dem modernen Usus, 
229
ebenso Punkte an Phrasenenden. Die Großschreibung ist dementsprechend angepasst.
230
231
232

\item In den Vokalstimmen sind bei zahlreichen durch einen Balken verbundenen 
Achtelnoten in der Partitur \cite{TH5046} zusätzlich Bögen gesetzt, in den 
233
Einzelstimmen \cite{TH5049}, den hs. Stimmen \cite{HS1} und dem Autograph \cite{Aut} jedoch nicht 
234
235
236
237
(inkonsistent in \cite{Aut} in T 27 S Bogen sehr wohl gesetzt; in 
\cite{TH5049} z.B. im  Takt 96 S und T gesetzt, zwei Takte später jedoch nicht). 
Diese  Bögen werden nicht übernommen in den Takten 27, 29, 35, 37, 41 S, 
47 B/51 T/55 A/76 A (jeweils letzte beiden Achtelnoten), 65 T/66 B, 96 S/T, 98 S.
238

239
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241
Das Particell des Hofmusikkapellenarchivs \cite{HS1} setzt jedoch konsistent 
alle Bögen.

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253

\item Die Va-Stimme ist sowohl in der Partitur \cite{Aut,TH5046} als auch in 
der Stimme \cite{HS1,TH5049} phasenweise  als divisi Stimmen (zwei Noten mit Hälsen 
in unterschiedliche Richtungen) notiert: T21/22, 25/26, 84-86\\
Jedoch sind die entsprechenden Passagen nicht dieselben in \cite{Aut}, \cite{TH5046} und \cite{TH5049}:
\cite{Aut} notiert alle Passagen als divisi (T25/26 jedoch gemischt auch als 
nicht-divisi in T26!), \cite{HS1} notiert T84-86 als non-divisi, \cite{TH5049} ebenso.
Die vorliegende Ausgabe notiert alle drei Passagen als divisi, die jedoch 
auch durch Doppelgriffe gespielt werden können.

\item
In der Partitur \cite{TH5046} erhält das Violoncello ein eigenes System, welches 
254
jedoch bis auf die letzten 5 Takte \q{Col B.} (durch Faulenzer notiert) geführt 
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wird. Die Schlusstakte zahlreicher Phrasen (obwohl ident zum Kontrabasssystem) 
sind jedoch dennoch explizit im Cello-System notiert. Die Teilung in zwei Systeme
ist lediglich für den Schlussakkord relevant, wobei die Cello tiefer notiert
sind als der Kontrabass. Die Handschrift \cite{HS1} notiert die letzte Zeile
auf zwei Systemen. Die vorliegende Ausgabe notiert Celli und Kontrabass auf
einem System mit entsprechenden Instrumentennamen.

\item In der Paukenstimme in \cite{HS1,TH5049} sind die Trill-Spanner teilweise 
auch bei Trillern auf einer einzelnen Note (ohne Haltebogen) gesetzt, nicht 
jedoch in der Partitur \cite{TH5046} (tw. in \cite{Aut}). Die vorliegende 
Ausgabe vereinheitlicht die Spanner insoweit, als Spanner nur bei zwei oder 
mehreren gebundenen Noten gesetzt werden, nicht jedoch auf einer einzelnen 
Note. Dementsprechend wurden die Spanner aus der Einzelstimme \cite{TH5049} 
in den Takten 9, 36, 40, 56, 100 und 101 nicht übernommen.

270
271
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274
275
\item Der hs. Stimmensatz \cite{HS1} aus dem Archiv der 
Hofburgkapelle enthält zusätzlich zur normalen Besetzung noch eine \q{Trombone 
I\textsuperscript{mo}} Stimme, die nach dem kritischen Bericht abgedruckt ist.
Ebenso enthält der Stimmensatz \cite{HS3} aus der Sammlung Winter eine \q{Trombone 
Basso} Stimme, mit der jedoch Eybler nichts zu tun haben dürfte

276
\end{enumerate}
277
278


279
280
281
\begin{figure*}[bt]
\centering
\includegraphics[width=15cm]{Eybler_OmnesDeSabaVenient_HV40_Music_FagAlternatives}
282
\caption{Unterschiedliche Stimmführung in den Fagotti; oben: 
283
Autograph \cite{Aut}, wobei die Fg2-Stimme am Chorbass orientiert ist; 
284
unten: Druck \cite{TH5046,TH5049}, wobei die Fg2-Stimme eher in Terzen zum Fg1 
285
286
287
geführt ist.}
\label{FgAlternatives}
\end{figure*}
288
289
290



291
\subsubsection*{Einzelbemerkungen}
292

293
\begin{vergleich}
294
295
1: In der Partitur \cite{Aut} und den hs. Stimmen \cite{HS1} p, 
im Druck \cite{TH5046,TH5049} hingegen pp (in B und Fg1 auch in der hs. Stimme \cite{HS1}). 
296
Das p aus der autographen Partitur übernommen.
297

298
1 VcB: In Stimme \cite{TH5049} f statt korrekt p.
299

300
7: In der autographen Partitur \cite{Aut} \q{cresc} konsistent am Beginn von 
301
Takt 7, in den Drucken \cite{TH5046,TH5049} und dem hs. 
302
Stimmensatz \cite{HS1} jedoch unterschiedlich von zweiter 
303
Achtelnote Takt 6 in den Streicherstimmen bis kurz vor dem zweiten Schlag 
304
305
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307
in Takt 7 in den Bläserstimmen. Die Version mit \q{cresc} unterschiedlich 
bereits ab Takt 6 unterstützt die sich durch den Bläsereinsatz in T. 7 und 8 
ergebende Steigerung deutlich besser und länger als die Variante des Autographs.
Diese Änderung ist also wohl als nachträgliche Korrektur Eyblers zu verstehen.
308

309
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315
7 Cor1/Cor: Das unnötig wiederholte p im Druck \cite{TH5046,TH5049} und der 
Handschrift \cite{HS1} in den Hörnern am Beginn von Takt 7 nicht übernommen.

8 T: c' im Autograph \cite{Aut}, in den gedruckten 
und der hs. Stimmen \cite{TH5046,TH5049,HS1} jedoch f'. Dies ist
wohl ebenfalls als nachträgliche Korrektur Eyblers zu sehen (Verdoppelung des
Grundtons anstelle der Quint im F-Dur Dreiklang).
316

317
318
319
8/9 V2: In der Einzelstimme in Handschrift \cite{HS1} und Druck \cite{TH5049} 
Bogen über den Taktstrich, nicht jedoch im  Autograph \cite{Aut}, daher 
nicht übernommen.
320

321
322
9 V1/V2/Va: fz nur in \cite{TH5046} (nicht in \cite{Aut} oder \cite{TH5049}), 
nicht übernommen.
323

324
9 S: Die beiden Viertelnoten in den Partituren \cite{Aut,TH5046} korrekt c'' und g', im 
325
Stimmendruck \cite{TH5049} in S-Solo d'' und g', jedoch d'' und h' in S-Ripieno. 
326

327
10: Im Autograph \cite{Aut} vorhandene Bögen sind in Cor, Ob und Fag nicht in 
328
den Druck \cite{TH5046,TH5049} und die Handschrift \cite{HS1} übernommen worden, in 
329
den Clarini jedoch schon. Ergänzt.
330

331
332
10 Org: Im Autograph \cite{Aut} Bassbezifferung \bfig{6-5} auf die ersten drei 
Viertelnoten (mit Extenderlinie), keine explizite Bezifferung auf die vierte 
333
334
Viertelnote. Im Druck \cite{TH5046,TH5049} und den hs. Stimmen 
\cite{HS1} keine Bezifferung auf die ersten beiden 
335
Viertelnoten, dafür \bfig{9-4} auf die dritte und \bfig{8-3} auf die vierte 
336
337
338
339
340
Viertelnote. Beide Bezifferungen sind nicht falsch, allerdings vernachlässigt 
die Variante wie im Druck den Grundton G des Dominantseptakkords in der ersten
Takthälfte und die Quint G des Tonikadreiklangs (im Alt) auf dem letzten Schlag. 
Daher wurde -- trotz übereinstimmender Änderung in allen Quellen außer dem 
Autograph -- die Variante des Autographs übernommen
341

342
10 V1: Im Autograph \cite{Aut} f'' auf den dritten Schlag, im Druck 
343
\cite{TH5049} jedoch inkorrekt e'', in der hs. Stimme 
344
\cite{HS1} ursprünglich e'' mit Bleistift auf f'' korrigiert.
345

346
10 V2: Im Autograph \cite{Aut} c'' auf den dritten Schlag, im Druck 
347
\cite{TH5049} jedoch d'' als Vorhalt wie in Tenor, in der hs. 
348
349
Stimme \cite{HS1} ursprünglich c'' mit Bleistift auf d'' korrigiert. Hier wurde
die Version der Stimmen mit d'' (vgl. Tenor) übernommen.
350
351
352

13 Org: Im Autograph \cite{Aut} Bezifferung \bfig{5} (was das d' im Tenor 
ignoriert) und \bfig{2} auf die letzten 
353
beiden Schläge, im Druck \cite{TH5049} und den hs. Stimmen \cite{HS1} jedoch \bfig{6} (was das c' im Alt 
354
355
356
ignoriert) und \bfig{4} (was nicht mit dem tatsächlichen Akkord f-g-h-d 
übereinstimmt). Bezifferung des dritten Schlags korrigiert auf \bfig{6-5}, des 
letzten Schlags auf \bfig{2}.
357

358
13-16 Fg2: Im Autograph \cite{Aut} ist die Fg2-Stimme tw. wie der Chorbass 
359
360
361
362
geführt, in der gedruckten Ausgabe \cite{TH5046,TH5049} und der Handschrift 
\cite{HS1} jedoch eher in Terzen zum Fg1. Abbildung \ref{FgAlternatives} zeigt 
diese beiden unterschiedlichen Versionen. Da alle Quellen außer dem Autograph
die zweite Variante benutzen, wurde diese übernommen.
363

364

365
14 Va: In \cite{TH5049} ein Balken über die zweite Takthälfte, in \cite{TH5046} in zwei Balken aufgeteilt.
366

367
368
16 Org/VcB: Zweite Takthälfte im Autograph \cite{Aut} wie in allen anderen 
Instrumenten als Viertelnote und punktierte Achtel mit Sechzehntel. Im Druck 
369
und den hs. Stimmen \cite{HS1}
370
371
372
373
jedoch statt der Viertelnote auch punktierte Achtel mit Sechzehntel (in 
\cite{TH5049} ein Balken, in \cite{TH5046} in zwei Balken aufgeteilt). 
Da auch die Va-Stimme hier eine Viertelnote spielt, Version des Autographs 
übernommen.
374

375
18 Ob1/Ob2/Fag1/Fag2: p zum Solo-Einsatz ergänzt (nach f in den vorhergehenden Takten).
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26 Cor1/Cor2: In der Handschrift \cite{HS1} \q{Solo}.
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28 Cor1/Cor2: In den Stimmen \cite{HS1,TH5049} ist das p nicht nochmal wiederholt wie in \cite{Aut,TH5046}.

30: \q{cres.} im Autograph \cite{Aut} und der Handschrift \cite{HS1} auf den Taktbeginn in allen Stimmen. In 
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\cite{TH5046} ab der zweiten Viertelnote in V1/V2/Va (zwischen zweitem und 
drittem Schlag), in \cite{TH5049} jedoch schon eine Viertelnote früher. In 
allen anderen Stimmen im Druck \cite{TH5046,TH5049} erst knapp vor dem dritten 
Schlag. Die konsistente Version des Autographs mit \q{cres.} am Taktbeginn 
übernommen.

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392
32 V2: Im Autograph \cite{Aut} Akkord f''-c''-f', im Druck \cite{TH5049} und 
der Handschrift \cite{HS1} jedoch 
wie V1 a''-c''-f'. Da auch der folgende Akkord tw. in Terzen zu V1 gesetzt ist
und nicht einfach die V1-Stimme dupliziert, scheint der Autograph die 
bessere Fassung zu sein.
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397

36 V1: Im Autograph \cite{Aut} kein p (wie in V2/Va in T34), jedoch im Druck 
\cite{TH5049}, daher ergänzt. In VcB/Org bereits \q{pizz}, daher nicht ergänzt.

36 Cor1: In \cite{TH5049} d'' statt e''.
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401
37 A: In der Stimme \cite{TH5049} d'' in A1, in der Partitur \cite{Aut,TH5046} 
jedoch h' in A1. Da anderenfalls die Terz des Dominantseptakkords in C-Dur 
fehlen würde, ist die Partitur mit h' wohl korrekt.
402

403
404
39 Ob1/Ob2/Fag1/Fag2: In der Partitur \cite{TH5046} kein explizites pp in 
diesen Stimmen nach dem f in Takt 32, daher nach \cite{Aut} ergänzt. In den 
405
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407
Einzelstimmen \cite{HS1,TH5049} nur p, korrigiert auf pp nach Cor T35.

41 Ob1/Ob2/Fag1/Fag2: In der Handschrift \cite{HS1} kein Bogen über die Achtelnoten.
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410
41-43 V1/V2: In \cite{TH5049} Staccato-Punkte, in der Partitur \cite{TH5046} 
jedoch Staccato-Keile, im Autograph \cite{Aut} undeutlich eher Punkte, ebenso 
411
in den hs. Stimmen \cite{HS1}, daher Punkte übernommen. In der 
412
hs. Stimme \cite{HS1} sind die Punkte bereits ab T.43 nicht mehr gesetzt.
413

414
46-81 Fag1/Fag2: In gedruckten Einzelstimmen \cite{TH5049} im Bassschlüssel, in der 
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Partitur \cite{Aut,TH5046} jedoch (im angesichts der hohen Lage leichter zu 
lesenden) Tenorschlüssel, daher letzteren übernommen.

47 B: In der Partitur \cite{TH5046} Bögen über jeweils zwei gebundene 
Achtelnoten, in der Einzelstimme \cite{TH5049} und dem Autograph \cite{Aut} 
keine Bögen. Melismabogen wie oben erwähnt strichliert ergänzt.

51 T, 55 A: Bogen über die ersten drei Schläge nur in Partitur \cite{TH5046}, 
strichliert ergänzt aufgrund des Melismas.
424

425
62/70/71 Cor1/Cor2: In der hs. Stimme \cite{HS1} jeweils f wiederholt.
426
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65 Cor2: Bogen bei Seitenumbruch fehlt auf Vorderseite in \cite{TH5046}.
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433
65 Org: Im Autograph \cite{Aut} nur Bezifferung \bfig{5}, im Druck \cite{TH5049} 
jedoch \bfig{$\natural$5}, wobei das $\natural$ nur als Warnakzidenz zu sehen 
ist und nicht nötig ist.

73 A: Im Autograph \cite{Aut} Text \q{stel--lam e--jus}, im Druck \cite{TH5049}
434
jedoch \q{e--{}--{}--jus} mit Melisma auf die ersten drei Viertelnoten, in der 
435
hs. Stimme \cite{HS1} \q{e--{}--jus{}\_} auf jeweils zwei 
436
gebundene Viertelnoten.
437
438
439

84 V1: Vorzeichen des fis' fehlt in \cite{TH5049}.

440
96 T: Die hs. Stimme \cite{HS1} setzt versehentlich einen Bogen 
441
442
über alle vier Achtelnoten.

443
99 V2/Va: Im Autograph \cite{Aut} sind die Bögen ab Takt 99 nicht mehr weiter 
444
ausgeschrieben. Die vorliegende Ausgabe notiert jedoch (wie auch der hs. \cite{HS1} und gedruckte
445
Stimmensatz \cite{TH5049}) die Bögen auch in den folgenden Takten.
446

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449
100 Ob1/Ob2/Fg1/Fg2/Cor1/Cor2: Das in der Partitur \cite{TH5046} bzw. den Stimmen 
\cite{HS1,TH5049} wiederholte p (nach Takt 97 bzw. 98) wird im Gegensatz zum 
Autograph \cite{Aut} übernommen.
450
451

100 Tim: Im Autograph \cite{Aut} pp (wie in Cor), im Druck \cite{TH5046,TH5049} 
452
453
und der Handschrift \cite{HS1} jedoch nur p. Das pp aus dem Autograph übernommen 
wie in Cor1/Cor2.
454

455
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102 V1: In \cite{TH5049} Staccato-Punkte, in der Partitur \cite{TH5046} 
jedoch Staccato-Keile, im Autograph \cite{Aut} undeutlich eher Punkte, ebenso 
457
in den hs. Stimmen \cite{HS1}, daher Punkte übernommen.
458
459

103 V1/V2/Va: Im Druck \cite{TH5049} \q{cres.} auf dritte, vierte oder fünfte 
460
Achtelnote, im Autograph \cite{Aut} und der Handschrift \cite{HS1} jedoch konsistent auf die zweite Achtelnote. Dies 
461
wurde übernommen.
462

463
104 Continuo: In der Partitur \cite{TH5046} fehlt \q{Tutti} bzw. \q{T:}.
464

465
106 S: In der S-Solo Stimme in \cite{TH5049} falsch f'' statt g''.
466

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107 Fag1/Fag2: In der Partitur \cite{TH5046} pp, in den Stimmen \cite{HS1,TH5049} 
468
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und dem Autograph \cite{Aut} jedoch nur p, wie auch in allen anderen Stimmen 
der gedruckten Partitur.
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109: Im Autograph \cite{Aut} \q{perd.} konsistent am Beginn von Takt 109, in 
den gedruckten Stimmen \cite{TH5049} jedoch tw. etwas früher. Einheitliche
Schreibweise des Autographs übernommen.
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110 Org: In \cite{TH5049} pp in allen Stimmen außer Org.
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\end{vergleich}

\end{multicols}
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481
482

\includepdf{Eybler_OmnesDeSabaVenient_HV40_Instrument_TrbI}
% \includepdf{Eybler_OmnesDeSabaVenient_HV40_Instrument_TrbIII}