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\chapter*{Vorwort / Preface}

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Das vorliegende Graduale des Wiener Hofkapellmeisters Joseph Eybler (1765--1846)
ist eines siner bekanntesten kirchenmusikalischen Werke 
und hat sich -- im Gegensatz zu den meisten anderen seiner Werke -- in einigen 
Kirchen Wiens teilweise bis heute fix als Bestandteil des Hochamtes am 6. Jänner
etabliert. Zahlreiche CD-Einspielungen des Werkes, selbst von den Wiener 
Sängerknaben, zeugen von der Beliebtheit des Stückes.

Dieses Graduale, das einen Text des Propheten Jesaja und die Stelle aus dem 
Matthäus-Evangelium über die Huldigung des neugeborenen Jesuskindes durch die 
Weisen aus dem Morgenland vertont, wurde im Jahr 1807 komponiert und 
nachweislich ab 1821 in der Wiener Hofburgkapelle bis 1922 zu fast allen 
Hochämtern am 6. Jänner, dem Hochfest der Erscheinung des Herrn (Dreikönig), aufgeführt.

Wie für Eybler üblich ist das Stück sehr lautmalerisch, wobei der Rhythmus am 
Beginn des Stückes bei gleichbleibender Harmonie die Wanderung der Karawane sehr schön
in Musik kleidet bis zum ersten Höhepunkt \q{anuntiantes laudem Domino}.
Die folgende Sopran-Arie \q{Surge et illuminare Jerusalem}, die während einer 
Generalpause des gesamten Orchesters auf einem langen \q{Surge!}-Ruf des Soprans
beginnt, ist nur mit vereinzelten Einwürfen des Orchesters anstatt voller Begleitung versehen.
Der vierstimmige animierende \q{Alleluja} Damenchor bereitet schließlich die 
lange Chorfuge \q{Vidimus stellam ejus in oriente} im klassischen Stil mit dem 
Bass (als Personifizierung der Weisen) als Dux vor, die als 
Hauptaussage des zweiten Teils die Phrase \q{Wir haben seinen Stern gesehen im 
Morgenland} vorträgt. Der folgende kurze a capella Chor mit diminuendo führt 
schließlich zum großen Finale durch die auch im Orchester schön auskomponierte 
Steigerung der \q{Alleluja}-Rufe des Chores, bevor das Stück schließlich nach 
einem Orgelpunkt im Continuo und einem abschließenden leisen \q{Alleluja} des 
Chores im Nichts verschwindet.
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